Auf den ehemals bewaldeten Hügel klaffen als Folge der Waldrodung tiefe Schrunden und Narben, die sog. ´Lavakas´. Ausgewaschen durch den Regen bleiben kahle Hügel aus roter Lateriterde zurück, auf denen nur noch Steppengras gedeiht.
In kleinen Gruppen stehen die einfachen Lehmhäuser des Hochlands. Innen ist meist nicht mehr als eine Kochstelle und eine Schlafgelegenheit zu finden.
Den Dorfältesten ´le Président du foko- tany´sollte man immer fragen wenn man in einem der kleinen Dörfer übernachten will. Die Gastfreundschaft ist groß und dem Reisenden wird gerne weitergeholfen.
Auf einer schmalen Trasse, die Anfang des 20. Jahrhunderts von chinesischen Arbeitern in den dichten Urwald geschlagen wurde, verkehrt einmal täglich ein französischer Zug aus den 30-er Jahren. Er verbindet die Küste mit Fianarantsoa im Hochland.
Bei jedem Halt verkaufen Fliegende Händler exotische Früchte, gegrillte Flußkrebse oder gefüllte Teigtaschen - die Zugfahrt ist eine kulinarische Reise von der Küste ins Hochland.
Zentraler Ort in den Dörfern ist immer der große Baum. Der ´arbre à parlarbre´ unter dem die Alten Geschichten er- zählen, Liebschaften knistern oder einfach nur die Mittagshitze über- brückt wird.