Entdeckung der Vanille - bei den Azteken in Mexiko
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| Vanilletableau |
Mexiko im Jahre 1519: Spanische Soldaten unter Hernando Cortez brechen von Vera Cruz auf und erobern binnen zwei Jahren das Aztekenreich. Sie sind voller Hoffnung, schwer beladen mit Gold und Silber wieder heimzukehren.
Daß sie ein Gewürz finden würden, das fast noch wertvoller ist als Gold, konnten sie nicht ahnen: Vanille - ein Schatz, der dort im immergrünen Urwald wächst. Jahrhunderte bevor die Spanier landeten, wußten die Azteken schon um die Verwendung und den intensiven Geschmack der Vanilleschote. Ihr Herrscher Moteczuma (Montezuma) schätzte die feine, süßlich-herbe Würze der gemahlenen Vanille, um sein königliches Schokoladengetränk tlilxochitl damit zu verfeinern - berichtet der spanische Conquisador Bernal Diaz del Castillio im Jahre 1520. Vanille war aber auch ein gesellschaftliches Privileg und damit ausschließlich den hochstehenden Mitgliedern des Aztekenreiches vorbehalten. Von den unterworfenen Totonaco-Stämmen hingegen wurde sie als Tribut gefordert. |