Handbestäubung der Vanilleblüte
Völlig unscheinbar wachsen die gelblich-weißen Blüten bündelweise wie ein Traubenstand aus dem Lianenstrunk hervor. Eine nach der anderen öffnet sich, wenn im November die Regenzeit beginnt. Dann sind zahllose Arbeiter/Innen unterwegs die - ausgerüstet mit einem Kaktusstachel - bei der Bestäubung aktive Geburtshilfe leisten. Denn lediglich am Vormittag, wenn die Sonne noch nicht zu heiß brennt, kann die Blüte für wenige Stunden befruchtet werden. Etwa 1.200 bis 1.500 Blüten schafft eine Arbeiterin am Tag. Da sich an jeder Rispe aber jeden Tag nur eine Blüte öffnet, beginnt diese Arbeit in den folgenden 3 Monaten täglich aufs Neue.
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| Lager mit frisch gepflückter "grüner" Vanille |
Zur Erntezeit im Juli kommt es dann darauf an, jeden Tag die einzige Schote, die kurz vor der Reife steht, zu pflücken. In anderen Ländern werden, weil es schneller geht und profitabler ist, gleich alle Schoten eines Bündels abgeerntet - auch die weniger entwickelten - doch das geht zu Lasten der Qualität. |