Trocknung der Vanille - wie sich das besondere Aroma entwickelt
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| Stellagen im Haus |
Das anschließende Trocknen ist ein aufwändiges Geschäft. Zuerst werden die Schoten für 8-10 Tage auf den Stellagen in der Tropensonne getrocknet und danach für weitere 5 Wochen im Schatten der Gebäude. Unzählige Male gehen sie in dieser Zeit durch die Hände von Arbeiter/Innen, die sie ausbreiten, wenden, umschichten, sortieren und verhindern, daß sie von Pilzen befallen oder trocken und spröde werden. Nach sechs Wochen haben die Schoten bis auf ein paar Prozent Restfeuchte fast alles Gewicht verloren. Gleichzeitig ist ihr Wert exponentiell gestiegen. Jeden Tag haben sie etwas mehr von dem unvergleichlich süßen Aroma gewonnen, das durch den Fermentationsprozeß entsteht. Nun läßt man sie ein letztes mal ruhen. Zusammengeschnürt zu Bündeln von etwa 80 Stangen lagern sie einen Monat lang dicht an dicht in verschlossenen Metallkisten in denen sich das endgültige Aroma ausprägt.
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| Vanillezupfen |
"Mora, mora" - immer mit der Ruhe - das ist die madagassiche Antwort auf das "schneller, höher, weiter" der industriellen Welt. Die sprichwörtliche Gelassenheit der Madagassen, hilft nichts zu überstürzen, auch nicht bei der Vanille. Jedem Vorgang wird hier seine eigene Zeit eingeräumt. Zeit, die notwendig ist, damit Vanille sich entwickeln und ihre Aromastoffe entfalten kann. |