Wettlauf zu den Gewürzinseln
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Im 17. Jhd. war die Nachfrage nach Vanille ungebrochen. Für Spaniens Krone ein glücklicher Umstand, der den eigenen Gewürzhandel stärkte und damit die Staatskasse füllte. Denn der Wettlauf mit Portugal um den schnellsten Weg zu den Gewürzinseln im Indischen Ozean war zum damaligen Zeitpunkt schon verloren. Die Portugiesen hatten auf der Ostroute um Afrika herum bereits Stützpunkte in Sofala/Ostafrika, Goa/Indien und Malakka/Süd-Ost-Asien errichtet und sich dort die Vorherrschaft über den Gewürzhandel gesichert, während die von den Spaniern eingeschlagene Westroute über Mittelamerika nicht die erhoffte Abkürzung zu den Gewürzen der ´Ostindischen Inseln´ brachte.
Mit der Vanille hatte nun auch Spanien einen Anteil am lukrativen Gewürzgeschäft. Das umso mehr, als die Schoten nur in Mexiko wachsen konnten. Denn nur dort leben die natürlichen Bestäuber der Vanille: eine besondere Spezies von Kolibris und Bienen die auf der Suche nach Nektar die Blüte befruchten. |