Alles über Vanille


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Weltweite Verbreitung - ein genialer Handgriff zur Bestäubung

Vanilleplantage mit Arbeiter
Vanilleplantage

Den großen Durchbruch verdankte die Welt allerdings erst dem genialen Handgriff des schwarzen Sklaven Edmond Albius auf der Insel La Réunion, drei Jahre später. Sein Trick: Mit einem Kaktusstachel wird die Membran zurückgebogen, die sonst Pollen und Stempel von einander trennt und so eine Befruchtung verhindert. Mit sanftem Druck von Daumen und Zeigefinger lassen sich beide Geschlechter vereinen, so daß binnen sieben Monaten eine Schote heranreifen kann.

Kurze Zeit nach diesem 'Kunst-Griff' verbreitete sich der Anbau auch in den anderen französischen Kolonien. Von der Ile de Bourbon, dem heutigen La Réunion, nach Mauritius (1827) und den Komoren (1868) war es 1912 nur noch ein Katzensprung bis nach Madagaskar, von wo aus die Bourbon-Vanille dann in großem Stil die Kolonialwarenläden der Welt eroberte.


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