Alles über Vanille


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Das madagassische Vanillemonopol

Bis in die 70-er Jahre des 20. Jahrhunderts kamen 77 % der Weltvanille aus Madagaskar. 20 Jahre später waren es gerade noch 30 %. Warum? Einer der größten Vanilleexporteure erklärt die Entwicklung: "Auf madagassische Vanille wurden in der Vergangenheit Exportsteuern erhoben. 25 % des Warenwerts flossen so direkt in den madagassischen Staatshaushalt. So lange wir der größte Produzent waren und den Preis wie ein Monopolist bestimmen konnten, ging alles gut. Aber auf dem Weltmarkt hatten wir langfristig keine Chance gegen Staaten, die diese Steuern nicht erheben."

Frau mit Vanillekörben
Vanilleverarbeitung in einer Kooperative

Tahiti, Bali, Mexiko die Komoren und andere haben den Preisvorteil genutzt und gleichzeitig ihren Anbau massiv ausgedehnt, während in Madagaskar die Deviseneinnahmen mehr und mehr zurückgingen. Immerhin 10 % des gesamten Haushaltsvolumens erzielte die Republik Madagaskar in der Vergangenheit aus dieser Quelle, die nun zusehends weniger sprudelt.

Bündeln der Vanille mit einer Schnur aus Raffia
Bündeln der Vanille mit einer Schnur aus Raffia

Viel schwerer aber wog: Der Preisdruck wurde auf den Produzenten, den Bauern überwälzt. Der Lohn für den Vanilleanbau sank, der Aufwand lohnte sich immer weniger, viele Kulturen verwilderten. Der Verlust ist kaum wieder gut zu machen. Und die Konkurrenz schläft nicht.


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